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Buchreihe Warnsignale - Band 16

José L. Lozán / Siegmar-W. Breckle/ Ruth Müller / Eike Rachor

WARNSIGNAL KLIMA: Die Biodiversität

Unter Berücksichtigung von Habitatveränderungen, Umweltverschmutzung & Globalisierung

Wissenschaftliche Fakten

(2016) 352 Seiten mit 248 Abb., 11 Tab. und 6 Tafeln. ISBN 9783980966818 - Broschiert. EUR 46,-

Mit dem Klimawandel ändern sich vor allem die Temperaturen und der Wasserkreislauf und damit die Luft- und Bodenfeuchte. Einige Regionen werden trockener und andere feuchter; Pflanzen und Tiere müssen sich anpassen. Viele schaffen es nicht, weil die Veränderungen zu schnell ablaufen. Im 20. Jh. betrug die mittlere globale Erwärmung 0,6 °C. Im 21. Jh. droht eine noch stärkere Erwärmung, wenn die Politik zum Schutz des Klimas keinen Erfolg hat. Einige Pflanzen und Tiere haben keine Ausweichmöglichkeit wie die kälteliebenden Organismen der tiefen Bereiche von Gewässern oder der höchsten Stufen der Gebirgsregionen. Mit dem Rückgang des Meereises verlieren viele Lebewesen ersatzlos ihre Lebensstätten. Wechselwarme Tiere wie Amphibien können ihre Körpertemperatur nicht selbst regulieren. Ist es zu warm, müssen sie ihre Lebensräume wechseln. Seit rund 20.000 Jahren hat sich der Mensch weltweit mit seinen Einflüssen durchgesetzt. Er ist zu einem bestimmenden Faktor geworden. In den letzten Jahrhunderten wurde die Landschaft stark fragmentiert durch Straßen, Bahnlinien, Städte und andere Infrastrukturen, was die räumliche Anpassung der Organismen immer mehr erschwert. Global ist die Anzahl der ausgestorbenen Arten bereits beträchtlich. In Deutschland sind je 500 Pflanzenund Tierarten sowie Pilze ausgestorben oder verschollen. Das größte Artensterben aber findet in den Tropen statt. Mit großer Geschwindigkeit werden Regenwälder mit ihrer immensen, nur wenig erforschten Artenfülle vernichtet. Die Biodiversität steht unter Druck, der durch den Einsatz von Pestiziden, Habitatzerstörung, Eutrophierung und Globalisierung noch verstärkt wird. Fremde invasive Pflanzen und Tiere sowie Krankheiterreger verbreiten sich mit unvorhersehbaren Folgen. Die Sensibilisierung gegenüber dem Artensterben ist gewachsen, das internationale Abkommen zum Erhalt der Biodiversität (UN-Convention on Biological Diversity, CBD) trat im Dezember 1993 in Kraft. Seitdem sind viele Organisationen zum Schutz der Artenvielfalt verstärkt aktiv, bislang noch immer ohne große, sichtbare Erfolge. Der Mensch ist wesentlich von einer funktionierenden Biodiversität abhängig. Ohne die Leistungen von Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen wären die Fruchtbarkeit der Böden und damit die Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln und Arzneipflanzen, die Bestäubung vieler Nutzpflanzen, die Reinhaltung der Luft sowie des Trink- und Grundwassers etc. nicht möglich. Das vorliegende Buch richtet sich an Politiker, Behörden, Umweltorganisationen, Studenten, Lehrer und Schüler sowie interessierte Laien.

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